Elefanten vergessen nie

Ein naives Spiel für Weißclown, August und Elefant


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Der weiße Clown vom großen „Zirkus Nord“, Mr. Herb van North, erscheint als glänzender Beamter am großen runden Tisch, um mit August Malimbo vom kleinen „Zirkus Süd“ zu verhandeln. Er möchte dessen großen, weißen Elefanten kaufen, um ihn in seiner großartigen "Zaubershow zur Rettung der Eisberge“ verschwinden zu lassen. Trotz großer Verständigungsschwierigkeiten gelingt es den Beiden, mittels skurriler Spiele und Verhandlungen ihre Meinungen und Schätze wie Eisbär, Pinguin, Affe und Nashorn gegen Schneehasen zu tauschen. Allerdings wird das Gespräch immer hitziger, daß sogar ein Feuer ausbricht und die Erdplatte plötzlich in Flammen steht. 

„Ha!“, ruft Malimbo: „ Der Eisbär rutscht nach Afrika... ! “


Eine poetisch – komödiantische Geschichte über Mensch und Tier im Zeitalter globaler Erwärmung und schmelzender Pole im Treibhaus Erde.

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MITWIRKENDE:

Idee: Marlis Hirche

Stückentwicklung: Hänel / Hirche / Dassing

Für das ganze Publikum ab 5 Jahre

Regie: Gabriele Hänel

Regie-Mitarbeit: Horst Hawemann

Spiel: Marlis Hirche, Oliver Dassing

Musik: Gabriele Hänel

Bühne: Dassing / Hirche

Holztiere: Kraut Hills

Entwurf Kostüme: Marlis Hirche

Anfertigung: Kirsten Heppekausen

Pyrotechnik: Oliver Dassing

Technik: Volker Heidecke / Marcus Dassing

Eine Koproduktion zwischen dem Thalia Theater Halle und der Theatergruppe die Pyromantiker Berlin, Uraufführung: 26.10.08

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Presse:

"Mag ja sein, dass die Erde keine Scheibe ist. Aber offenbar haben mal wieder wir, die auf ihr leben, eine ziemliche Scheibe, indem wir nämlich die Welt und ihr Klima und die Vielfalt ihrer Arten bedrohen. doch nur auf den allerersten Blick drängte sich diese unfrohe Botschaft den erwachsenen Besuchern der vorgestrigen Voraufführung des neuen Familienstücks im Thalia auf. Denn gleich darauf wurde es richtig lustig - und zugleich anrührend. "Elefanten vergessen nie" heißt ein wunderbares Umweltmärchen, das Marlis Hirche und Oliver Dassing mit der Regisseurin Gabriele Hänel entwickelt und inszeniert haben. ...


In diesem Ambiente, das immer wieder von vielerlei spielzeuggroßem Zubehör ergänzt wird, erzählen und agieren die beiden den viel zitierten Nord-Süd-Konflikt als Clownsgeschichte. Der weiße Clown des Nordens (Dassing) besucht den Süd-Clown (Hirche) mit dem hübschen Namen August Malimbo. Doch obwohl der ganz in weiß gewandete kühle Nord-Clown natürlich auch ein netter Kerl und lustiger Kollege ist, kommt er mit einer schofeligen Absicht. Er will für die nächste Super-Show in seinem Heimat-Zirkus den berühmten weißen Elefanten kaufen. Was dann folgt, ist eine muntere Verkaufsverhandlung, die für die Kinder im Saal das Spiel mit dem Kaufmannsladen und für die Erwachsenen die große Politik abbildet. Und die einen wie die anderen kriegen viel zu lachen - freilich aus jeweils ganz unterschiedlichen Gründen. Denn natürlich soll es beim Ausverkauf des armen Südens nicht bleiben. Auch die anderen Arten geraten ins Visier. Und die in Aussicht gestellte Bezahlung erinnert an die berühmten Glaskugeln und Nägel, mit denen einst angebliche die Schätze Amerikas erkauft wurden. Diesmal sind es Luftballons und geschnitzte Schneehasen - ach ja und auch ein nagelneues Gerät zum Empfang von Schneehasen-TV. Am ende gibt es - zwecks Abwehr der globalen Gefahr - dann noch eine eindrucksvolle Vollversammlung aller Arten am Lagerfeuer.


Alles in allem ist ein herrlich komödiantisches Spiel zu sehen: mit zwei großartigen Akteueren, die das unverkennbare Anliegen sehr unaufdringlich präsentieren, und den drohenden Zeigefinger immer wieder hinter Witz und Spielfreude verschwinden lassen. Dass die Botschaft trotzdem auch bei den Kindern ankommt, zeigte der Zwischenruf eines Jungen: "Ist das jetzt schon das Ende?" - wollte er wissen. Das klang fast, als würde er nach dem Zustand der Welt fragen." Detlef Färber 2008, Halle/MZ





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